Nach Ronaldo und Kovacic: Luka Modric vor dem Absprung

In der Führungsebene von Real Madrid geht es im Moment heiß her. Nach den Transfers von Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin und der Leihgabe Mateo Kovacics zum FC Chelsea, steht nun ein anderer Spieler der Blancos im Mittelpunkt. Italienischen Medienberichten zufolge hat Luka Modric gegenüber Ángel Sánchez bereits seinen Wechselwunsch geäußert und könnte der Nächste sein, der Real Madrid verlässt! 

Laut der italienischen La Gazzetta dello Sport soll Modric über seine Frau und Managerin Vanja Bosnic bereits Kontakt zu Inter Mailand hergestellt haben. Die Italiener zeigen sich enthusiastisch gegenüber dem Angebot, den besten 10er der diesjährigen WM und Champions League in ihren Kader aufzunehmen und bieten ganze 10 Millionen Euro netto jährliches Gehalt bis 2022, inklusive zwei weitere Spieljahre in China.

Transfersumme und Kaufpreis für Modric scheinen im Gegensatz zum Jahresgehalt allerdings alles andere als seinem leistungsgerechten Umfang zu entsprechen. 15 Millionen Ablösesumme und „bloß“ 20 weitere Millionen bieten die Italiener, um den Mittelfeldstar nach Mailand zu holen. Allerdings gibt es dabei ein Problem: Inter würde sich mit dem Gehalt und der Ablösesumme nicht an die Richtlinien des Financial Fair Play der UEFA halten, da sie die Gelder für den Transfer über ihre Sponsoren beziehen wollen. Gerüchten zufolge soll Real Madrid bereits drauf und dran sein, die Italiener für ihr „Finanzdoping“ anzuschwärzen, da sie nicht aufhören, um Modric zu buhlen.

Vor Kurzem ließ Real Madrids Präsident Florentino Pérez erst verlautbaren, er lasse Modric nur für eine Ablösesumme von 750 (!) Millionen Euro gehen – eine gewiss horrende Summe, die allerdings zeigt, wie wertvoll der Kroate für die Blancos aus Madrid ist. Bis 2020 läuft der Vertrag des Kroaten im weißen Trikot noch. Seine Probleme mit der spanischen Finanzbehörde, die immer noch wegen Steuerhinterziehung gegen ihn ermittelt sowie das laufende Verfahren wegen einer vermeintlichen Falschaussage sind nur einige Gründe, die ihn dazu bewegen könnten in die attraktive Steueroase Mailand zu ziehen. Seit 2017 existiert in Italien eine Obergrenze von 100.000 Euro Steuern für die Superreichen – sicherlich auch eine Motivation für Ronaldos Wechsel nach Turin – von der auch Modric profitieren könnte.

Nun hat Real Madrid eigentlich folgende Möglichkeit: Ein klärendes Gespräch und die Abänderung des laufenden Vertrages mit Modric, die zwangsläufig auf eine Gehaltserhöhung des Kroaten hinauslaufen muss, sollte stattfinden, um ihn im Kader der Blancos zu halten. Allerdings stellt sich an dieser Stelle dem Präsidenten Pérez folgendes Problem: In der Vergangenheit versprach er Modric per Ehrenwort die Möglichkeit, ohne Probleme den Verein verlassen zu dürfen, sollte er drei Mal hintereinander den Champions League Titel mit Real Madrid gewinnen. Und wie es das Schicksal so wollte…

Wird Real also nun seinen nächsten Top-Fußballer verlieren? Wir bleiben dran!