Isco weist den RCD Espanyol in die Schranken

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Magic Isco erlöst ein dominantes Real Madrid, das trotz des ersten Heimerfolges 17/18 nicht vollends zu überzeugen weiß.

Am heutigen Sonntag empfingen die Blancos Besuch aus der, vom Unabhängigkeits-Referendum gebeutelten, „Ciutat Comptal“. Im spanischen „Partidazo“ gastierte der RCD Enspanyol Barcelona im königlichen Fußballtempel des amtierenden Titelträgers.

Letzterer begab sich, nach den durchweg enttäuschenden Heimauftritten gegen Levante und Betis, mit dem Anpfiff des Unparteiischen, unverzüglich auf die Mission „Wiedergutmachung“. Dementsprechend stürmisch startete das Team von Zinédine Zidane in das Duell gegen die katalanischen „periquitos“, deren Saisonstart ebenfalls eher schleppend verlief.

Die Gastgeber marschierten mit der Spielfreigabe des Schiedsrichters Gonzalez‘ unverzüglich in Richtung des Tores von Gäste-Keeper Pau López. Erfreuliche 4 Abschlüsse standen den äußerst spielfreudigen Hauptstädtern bereits nach 6 Minuten zu Buche. Den Höhepunkt dieser beeindruckenden Drangphase setzte Isco, der im  1 gegen 1, sichtlich unbeholfen, am katalanischen Schlussmann scheiterte.

Eben jener junge Mann aus Benalmádena schraubte in der 30. Minute endlich am Spielstand, nachdem die Offensiv-Bemühungen Madrids etwas abgeflacht waren. Der Andalusier wusste einen „Schnittstellenpass“ seines portugiesischen Teamkollegen zu nutzen und markierte den hochverdienten Führungstreffer für seinen Arbeitgeber.

Die Königlichen waren auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte stets darum bemüht, den erspielten Vorsprung auszuweiten. Doch der zweite Treffer blieb Real vorerst verwehrt, scheiterte der Assistent des ersten Tores doch gleich zwei Mal vor dem gegnerischen Gehäuse. Cristiano Ronaldo vergab sowohl in der 31., als auch in der 36. Minute beachtliche Chancen auf das befreiende 2:0, welches zeitgleich das erste LaLiga-Tor des Europameisters 2017/18 gewesen wäre.

Die Hoffnungen des Tabellen-14., die Schludrigkeit der Hausherren gebührend zu bestrafen, zerschellten eine Minute vor dem regulären Ende des ersten Durchgangs am Aluminium. Folgerichtig verschwanden beide Teams wenige Augenblicke danach beim Spielstand von 1:0 in den Katakomben.

Eine Viertelstunde später gab der Mann in gelb das Runde Leder für die 2.Halbzeit frei, in der Espanyol die Zügel der Partie anfangs in die Hand nahm. Mit einem weitaus aggressiveren Pressing und einem bissigen Kampf um die zweiten Bälle erspielte sich der RCD prompt eine dicke Torchance durch Marc Navarro, die Keylor Navas souverän vereitelte.

Die taktische Justierung, die Quique Sánchez Flores in der offenbar vorgenommen hatte, ließ die ungebremste Euphorie des ersten Durchgangs auf Seiten dees Rekordmeisters gänzlich verfliegen. RCD Espanyol wagte fortan, vereinzelt risikoreiche Vorstöße, um in die empfindlichen Räume der Madrilenen durchzudringen. Logischerweise gab RCDE die robuste und solide Defensivordnung nach und nach auf, um den „laissez faire“-Stil Reals zu vergelten.

Überzeugend war in Halbzeit 2 wahrlich nicht das Wort der Wahl, um den Auftritt des spanischen Meisters zu erfassen. Und dennoch verpufften alle, durchaus berechtigten Hoffnungen der Gäste, als Isco nach 71 gespielten Minuten seinen Doppelpack schnürte. Die oben genannte Risikobereitschaft kostete Espanyol am Ende des Tages Kopf und Kragen, nachdem Esteban Granero das spielentscheidende 2:0 mit einem haarsträubenden Fehlpass einleitete.

Summa summarum erlöst Isco ein wenig spektakuläres Real Madrid, das die vielversprechenden Ansätze der ersten Halbzeit, in den zweiten 45 Minuten gänzlich vermissen ließ und dennoch über 90 Minuten zu dominieren wusste. Am Ende steht der erste Heimerfolg der neuen Spielzeit gegen ein harmloses Gäste-Team aus der katalanischen Hauptstadt.